“Ein Haus, ein Spruch” Ein Gottesdienst in Quickborn und Damnatz am Sonntag Palmarum

Orgel zum Beginn

Eine/r: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Alle: Amen.

Eine/r: Unsere Hilfe kommt von Gott, unserem Herrn, Alle: der Himmel und Erde gemacht hat.

Kyrie: Herr, du hattest die Gestalt Gottes, hast diese Gestalt abgelegt und die des Knechtes angelegt.

Christus, du hast dich preis gegeben. Dich haben wir als Mensch erkannt.

Alle: Unsere Zungen bekennen dich und rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

Herr, du hast dich erniedrigt, warst gehorsam bis zum Tod.

Christus, du hast das Kreuz erlitten. Gott hat dich erhöht.

Alle: Unsere Zungen bekennen dich und rufen zu dir: Christus, erbarme dich.

Herr, du hast von Gott den Namen bekommen, der über alle Namen ist.

Christus, alle Knie beugen sich im Himmel, auf Erden und unter der Erde.

Alle: Unsere Zungen bekennen dich und rufen zu dir: Herr, erbarme dich über uns.

Gebet: Gott, lass uns die Alten hören, die von dir erzählen.Wir bitten dich, komme uns nah in ihren Geschichten, die sie mit dir erlebten. Lass uns dich sehen in dieser Welt. Damit auch wir zum Zeugnis für andere werden. Denn in dir haben wir Hoffnung für alle Zeit. Amen.

EVANGELIUM – Joh 12

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien:

Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!

Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht:

»Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.«

Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte.

Die Menge aber, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, bezeugte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander:

Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.

Amen.

Credo

Alle: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied:

Tochter Zion freue dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir ja, er kommt, der Friedefürst, Tochter Zion freue dich, jauchze laut, Jerusalem!

Hosianna, Davids Sohn! Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ew’ges Reich, Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn! Sei gesegnet deinem Volk!

Tochter Zion freue dich! Hol’ ihn jubelnd zu dir ein. Sieh! er kommt demütiglich, Reitet auf dem Eselein, Tochter Zion freue dich! Hol’ ihn jubelnd zu dir ein.

Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet König mild! Ewig steht, dein Friedensthron, Du des ewgen Vaters Kind. Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet König mild!

PREDIGTTEXT Hebr 11 und 12

Der Glaube ist ein Festhalten an dem, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. In diesem Glauben ist den Alten ihr Zeugnis ausgestellt worden. Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, und brach auf an einen Ort, den er als Erbe empfangen sollte; er brach auf, ohne zu wissen, wohin er kommen würde. Durch Glauben wanderte er aus ins Land der Verheißung, ein Land, das ihm fremd war, und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt mit den festen Fundamenten, deren Planer und Erbauer Gott ist. Durch Glauben empfing er, obwohl Sara unfruchtbar war, Kraft um Nachkommenschaft zu begründen trotz des hohen Alter. Denn er erachtete den für treu, der die Verheißung gegeben hatte. Darum sind auch aus einem Einzigen und gar von einem, der nicht mehr zeugungsfähig war, Nachkommen hervorgegangen, so zahlreich wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres, den niemand zählen kann.

Darum wollen denn auch wir, die wir von einer solchen Wolke von Zeugen umgeben sind, alle Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umgarnt. Wir wollen mit Ausdauer laufen in dem Wettlauf, der noch vor uns liegt, und hinschauen auf den, der unserem Glauben vorangeht und ihn vollendet, auf Jesus, der im Blick auf die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldet, die Schande gering geachtet und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. Denkt doch an den, der von Seiten der Sünder solchen Widerspruch erduldet hat, damit ihr nicht müde und mutlos werdet.

Rieke schlägt die Autotür zu und atmet tief ein. Ihre Lungen füllen sich mit Landluft. Es riecht wie damals. Als sie mit ihren Eltern zum Urlaub auf dem Bauernhof war. Sie geht ein paar Schritte und streckt den Rücken von der langen Fahrt. Große, alte Bäume stehen am Wegrand. Die Baumkronen verdecken die durchhängenden Dächer der Fachwerkhöfe. Rote Ziegel zwischen dunklen Holzbalken. Die Höfe stehen wie auf einem Zifferblatt. Rieke steht in dem Rundling. Jedes der fünf Scheunentore beobachtet ihre Schritte genau. Die beiden   Höfe links von ihr haben statt der Tore bodentiefen Fenster. Dahinter erahnt sie gemütliche Wohnzimmer.

Die Blätter rauschen ganz leicht über Riekes Kopf. Es kreischt eine Motorsäge – das einzig lärmende Geräusch. Wenn Rieke in Berlin das Wohnzimmerfenster aufmacht, ist es einfach nur laut. Die fahrenden Autos, Straßenbahnen und redenden Menschen drängen sich zu ihr auf die Couch. Und irgendein Presslufthammer ist meistens auch nicht weit.

Es wird komisch sein, wenn sie dann bald hier das Wohnzimmerfenster aufmacht. Dann wird einfach nur frische Luft zu ihr ins Zimmer kommen. Als wäre sie von der Elbe gewaschen.

Es wird aber auch komisch, sich nicht mehr einfach so mit Anne und Tessa im Tiergarten treffen zu können. Oder nur acht Haltestellen bis zum Kino zu brauchen. Mittags mal eben schnell Pizza oder gebratene Nudeln zu holen.

Hier wird es anders. Hier kann sie von gegenüber ein paar Eier und Kartoffeln holen, wenn nichts mehr im Haus ist. Die sieben Euro bezahlt sie dann bei dem verblichenen Sparschwein daneben.

Und die Treffen mit Anne und Tessa werden künftig gut geplant sein müssen. Und sie werden definitiv weniger werden. Aber dafür immer für ein ganzes Wochenende!

Rieke ist sich nicht sicher, wo die Straße endet und das Grundstück anfängt. Vielleicht ist das aber auch nur ihr Problem. Sie steht jetzt vor dieser riesigen Hausfront. Das grüne Scheunentor steht da, als wäre die Wand nur für sie gebaut. Die Farbe hat bestimmt mal geleuchtet, bevor sie müde wurde und anfing, abzublättern. Grün wie ein „Herzlich willkommen! Komm herein und sei mein Gast!“ Links und rechts vom Tor stehen zwei Namen und eine Jahreszahl. Weiße Schrift mit grauem Schleier auf dunkelbraunem Holz. „Johann Wilms“, „Margret Wilms“, „1876“.

Danke“, denkt Rieke bei sich. „Danke, dass ihr es gebaut habt. Ein Haus für euch – für eure Kinder – eure Enkelkinder. Und nun auch für Lissy und mich. Wir werden uns Mühe geben beim Umbauen. Versprochen!“

Rieke schaut auf den Spruch, der über die ganze Hauslänge geht. Bei einigen Schnörkeln muss sie eher raten:

Das Haus, das du dir bauest, sei dir nur wie ein Zelt. Drum Wandrer, der du’s schauest, bedenke, dass die Welt, wo du zur Vorbereitung bist, nur eine Wanderstätte ist.“

Ein Zelt. Ein massives aus Holz und Steinen. Ein Zelt für Generationen. Johann wurde in diesem Haus geboren. In einer Zeit, in der die Dörfer ihre eigenen Hebammen hatten. Am Vormittag wurden die Kartoffeln aus der Erde geholt. Am Nachmittag setzten die Wehen ein. Hoffentlich würde es ein kräftiger Junge werden. Der Winter stand bevor. Die letzte Geburt in diesem Haus war eine Totgeburt. Nur das Schreien der Mutter und dann ein stummes Kind. Das Leben konnte gar nicht anfangen, bevor es schon zu Ende war.

Das Haus, das du dir bauest, sei dir nur wie ein Zelt. Drum Wandrer, der du’s schauest, bedenke, dass die Welt, wo du zur Vorbereitung bist, nur eine Wanderstätte ist.“

Diesmal war es anders. Das Schreien der Mutter wurde vom Schreien des Kindes abgelöst. Ein Knabe! Johann wird er heißen. Nach seinem Großvater, der dieses Haus baute. Er wird einmal den Hof übernehmen. Er wird eine Frau heiraten und unter demselben Dach wird sie seinen Sohn gebären.

Der Lauf des Lebens ist schon geschrieben. Schon jetzt, als seine Nabelschnur noch gar nicht durchtrennt ist. Nun musste es nur noch begangen werden – im Vertrauen darauf, dass es passen wird. Dass er ein Händchen für die Tiere hat. Und sonst lernt er es eben.

Doch dann kam der Krieg. Der erste von zwei schrecklichen. Kurz bevor Johann den Hof übernehmen sollte. Früher als gedacht. Zwar mit Frau, aber bisher ohne Sohn. Solange er weg ist, wird sie seine Arbeit zusätzlich machen müssen. Aber dann wird er wiederkommen! Zurück auf den Hof und das Leben weiterleben, das schon vorgezeichnet ist. Sie vertraut darauf. Er auch.

Auf dem Hof gegenüber hofften sie auch so. Für ihren Otto. Als er durch sein Scheunentor trat, sah er im grünen Tor von Wilms Johann stehen. Sie würden zusammen gehen. Aber nicht zusammen wiederkommen.

Das Haus, das du dir bauest, sei dir nur wie ein Zelt. Drum Wandrer, der du’s schauest, bedenke, dass die Welt, wo du zur Vorbereitung bist, nur eine Wanderstätte ist.“

Als Rieke und Lissy das erste Mal konkret über einen Resthof nachdachten, haben sie sich viele Gedanken gemacht. Über Kleinigkeiten würden sie jetzt sagen. Jetzt, wo der Kaufvertrag unterschrieben ist, sind die Gedanken ganz andere. Jetzt, wo sie wissen, dass das Dach neu gedeckt werden muss. Und dass das Verglasen des Scheunentors nicht billig wird.

Als sie noch träumten, war eine der wichtigsten Fragen, welchen Spruch sie auf das Haus schreiben. Es sollte einer sein, der zu ihnen passt. Einer, der sie beide beschreibt. Einer, der in die heutige Zeit hineinspricht. Vielleicht eine Zeile aus einem Lied. Vielleicht dichten sie sich selbst etwas. Schließlich sollte dieser Hof nun ihr gemeinsames Zuhause werden. Jetzt steht da dieser Spruch seit 1876. Wurde einst sorgsam ausgewählt für die Menschen dieses Hauses. Konnten sie da einfach kommen und den Spruch austauschen?

Das Haus, das du dir bauest, sei dir nur wie ein Zelt. Drum Wandrer, der du’s schauest, bedenke, dass die Welt, wo du zur Vorbereitung bist, nur eine Wanderstätte ist.“

Johann ist wiedergekommen. Auf einem Ohr taub. Gott sei Dank. Damit konnte er leben. Damit konnte auch seine Familie leben. Sie konnten mit ihm leben!

Auf dem Hof gegenüber war es anders.

Das Haus, das du dir bauest, sei dir nur wie ein Zelt. Drum Wandrer, der du’s schauest, bedenke, dass die Welt, wo du zur Vorbereitung bist, nur eine Wanderstätte ist.“

Rieke ist mit den Vermessungen der Räume fertig. Als auch die Fotos gemacht sind, setzt sie sich vor dem Haus ins Gras. Die Sonne im Gesicht ist zu schön, als dass sie sich direkt wieder ins Auto setzen könnte. Ihr Blick geht von Scheunentor zu Scheunentor – von Fenster zu Fenster. Über jedem ein Spruch. Über jedem ein anderer. Wenn Rieke die Augen zusammenkneift, kann sie den Spruch von gegenüber entziffern:

Ach Gott behüte durch deine Hand das Haus vor Feuer, Wasser oder Brand und lasse es so lange stehen, bis es von selbst wird niedergehen.“

Sie will nochmal mit Lissy sprechen. Über die Sprüche an den Häusern. Auch wenn Lissy schon einen ausgesucht hat. In ihrem Notizbuch stehen neun Seiten nur mit Sprüchen. Über Wochen und Monate hat sie dort gesammelt, was sie schön fand. Nach und nach sind einzelne durchgestrichen worden. Jetzt sind noch vier übrig. Lissy weiß sogar schon, wie sie ihn verschnörkeln möchte – den Spruch, der es dann werden wird.

Rieke schaut über das grüne Scheunentor. Dieser Spruch gehört zu diesem Haus. Das Haus, das sie sich jetzt ausgesucht haben.

Dieser Hof wurde lange vor ihrer Zeit gebaut. Auf ihm lebten Menschen ihr Leben. Und jeden Tag liefen sie unter diesem Hausspruch ein und aus. Ohne zu wissen, was morgen kommen würde. Ohne zu wissen, ob es im Sommer genug regnen würde. Ob es vielleicht zu viel sein würde. Ohne zu wissen, ob die Ernte bis zum nächsten Jahr reichen würde.

Sie haben geglaubt. Vertraut. „Der Glaube ist ein Festhalten an dem, worauf man hofft – ein Überzeugtsein von Dingen, die nicht sichtbar sind.“ Sie haben geglaubt. Vertraut.

Sie haben diesen Spruch über ihr Leben geschrieben. Über dieses Leben, das auf diesem Hof tobte, schuftete, schwieg und hoffte.

Und jetzt – nach all den Jahren – steht ihr Leben zwischen den Zeilen dieses Spruches. Ihr „Festhalten an dem, worauf man hofft“- für Generationen in das Holz geschrieben – auf das Haus, in denen ihr Leben passierte. 

Rieke läuft ein ehrfürchtiger Schauer über den Rücken. Sie schämt sich ein bisschen, dass ihr diese Gedanken erst jetzt kommen. Sie streckt ihre Nase der Sonne entgegen. Sie ist umgeben von einer Wolke von Zeugen. Zeugen aus einer anderen Zeit. Schon lange nicht mehr Wanderer auf dieser Erde. 

Bevor Rieke müde wird, macht sie sich wieder auf den Weg. Sie will heute noch mit Lissy sprechen, bevor sie den Mut wieder verliert. Mit all den alten Zeugen in ihrem Rücken.

Lied:

Zwischen Himmel und Erde ist ein Riss. Und ein Kampf zwischen Licht und Finsternis. In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Zwischen Himmel und Erde sind wir noch. Und das, was wir nicht wollen, tun wir doch. In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

[Bridge]

Mitten in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt. Wir gehören zu dir und doch sind wir noch hier.

[Refrain]

Zwischen Himmel und Erde hängst du dort. Ganz allein und verlassen von Mensch und Gott. Zwischen Himmel und Erde ausgestreckt. Dort am Kreuz.

Zwischen Himmel und Erde hängst du dort. Wo die Balken sich kreuzen, ist der Ort. Wo sich Himmel und Erde trifft in dir. Dort am Kreuz.

Zwischen Himmel und Erde leiden wir. An Zerissenheit auf dem Weg zu dir. In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Zwischen Himmel und Erde ist ein Steg. Und du selbst bist die Brücke und der Weg.

In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Bridge

Refrain

Zwischen Himmel und Erde stehen wir. Und wir treten in diesen Riss mit dir. In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Du machst Himmel und Erde einmal neu. Doch dein Reich ist schon da und du bist treu. In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.

Bridge

Refrain

Fürbitte:

Gott, Heiliger Geist, wir halten dir unser Herz hin. Dort hat sich Angst verkrochen. Weiß nicht wohin mit sich. Dort werden Pläne geschmiedet. Für eine Zukunft, die hoffentlich so kommt. Dort tragen wir die Menschen mit uns, die wir lange nicht im Arm hatten. Wir bitten dich, wandere mit uns durch die Zeiten. Nimm Platz in unserem Herzen. Hosianna in der Höh!

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

Christus, Gottes Sohn, lass uns dich als Vorbild im Glauben erkennen. Dass wir vertrauen, wenn uns zugejubelt wird. Dass wir vertrauen, obwohl wir verurteilt werden. Dass wir unser Leben – wie du – an Gott binden. An die andere Wirklichkeit.

Lass uns nicht leichtfertig in Jubel verfallen. Erinnere uns, nicht vorschnell ein Urteil fällen. Hosianna in der Höh!

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

Vater im Himmel, lass uns wissen, dass die Heimat deiner Menschenkinder bei dir und himmlisch ist. Dort, wo du die Stadt in Ewigkeit erbaut hast. Lass uns hoffen, dort unsere letzte Wohnung zu haben. Wo keine Fassade bröckelt, kein Fundament absackt, keine Haus in Schutt und Asche liegt. Lass uns bedenken, dass die Welt, wo wir zur Vorbereitung sind, nur eine Wanderstätte ist. Hosianna in der Höh!

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

Alle : Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen:

Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei der gnädig. Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen.

Von Vikarin Heike Sieberns.

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