“Saure-Gurken-Sonntag” Gottesdienst am Sonntag Exaudi in Quickborn und Damnatz

…. leider etwas spät

Orgel zum Beginn

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Johannes 12, 32

Eine/r: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Alle: Amen.

Eine/r: Unsere Hilfe kommt von Gott, unserem Herrn, Alle: der Himmel und Erde gemacht hat.

Psalm 27: Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir! Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, verstoße nicht im Zorn deinen Knecht! Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils! Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf.

HERR, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen. Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde! Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht. Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen. Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Einer: Kyrie eleison. Alle: Herr, erbarme dich.

Einer: Christe eleison. Alle: Christe, erbarme dich.

Einer: Kyrie eleison. Alle: Herr, erbarm dich über uns.

Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schaden. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat. Nun ist groß Fried ohn Unterlass. All Fehd hat nun ein Ende.

Eingangsgebet: Guter Gott, es gibt Zeiten, da fehlen und die Kraft und der Schwung. Schenke uns deinen Geist, damit unser Glaube neuen Schwung und neuen Glanz erhält, damit er durch dich für uns und auch für andere zur Kraftquelle werden kann. Amen

Lied: 1.) Zünde an dein Feuer, Herr im Herzen mir, /hell mög es brennen, lieber Heiland dir. / Was ich bin und habe, soll dein Eigen sein. /In deine Hände schließe fest mich ein.

Refrain: Quelle des Lebens und der Freude Quell, / du machst das Dunkel meiner Seele hell. / Du hörst mein Beten, hilfst aus aller Not, / Jesus, mein Heiland, mein Herr und Gott.

2.) Wolltest mich bewahren, wenn das Ende droht,/ du bist der Retter, Herr, von Sünd und Tod. / In der Weltnacht Dunkel leuchte mir als Stern, / Herr, bleibe bei mir, sei mir niemals fern.

Refrain : Quelle des Lebens…

3.) Bald wird uns leuchten Gottes ewges Licht, / freue dich Seele und verzage nicht! / Lass die Klagen schweigen, / wenn das Lied erschallt, fröhlichen Glaubens: / Unser Herr kommt bald!

Refrain: Quelle des Lebens…

Predigttext: Johannesevangelium, Kapitel 7, 37-39: Aber am letzten, dem höchsten Tag des Laubhüttenfestes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.

Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht. Amen

Credo

Alle: Wir glauben an Gott, den himmlischen Vater, den Schöpfer der Welt, der uns geschaffen hat, damit wir Leben erhalten, Frieden entwickeln und Sorge tragen, für den Bestand der Erde, weil die Menschen dieser Welt zusammengehören in Gleichheit und Gerechtigkeit.

Wir glauben an Jesus Christus, unseren Herrn, geboren als Mensch in Israel von Maria, erwählt, mit seinem Leben die Nähe Gottes zu bezeugen. Er verkündete den Gefangenen Freiheit, den Blinden, dass sie sehen, den Unterdrückten und Armen Befreiung. Er litt, wurde gefoltert und getötet am Kreuz mit Gewalt von den Mächtigen unter Pontius Pilatus und wurde auferweckt zum Leben und zur Hoffnung für alle.

Wir glauben an den Heiligen Geist, die Kraft des neuen Lebens in Jesus Christus, der auch uns und alle Verhältnisse ändert, der uns reich macht im Glauben und der uns sendet mit dem Ziel, allen Menschen Hoffnung zu bringen auf einen neuen Himmel und eine neue Erde. Amen.

Lied EG 136: 1) O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher Getreuer den Herrn bekennen kann.

2) O du, den unser größter Regent uns zugesagt:
komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit
die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.

4) Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit,
ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit,
trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum
zu preisen und zu loben das Evangelium.

Predigt

In jedem normalen Jahr, wäre jetzt hier bei uns der Teufel los: Kulturelle Landpartie. Das Wochenende mittendrin: Konzerte in Scheunen, Puppentheater auf der Diele, Bratwurst vom Wildschein oder vegane Pilzpfanne. Schönes selbst gebrautes Bier. Wendlandsonne, Clowns und Akrobaten. Ausstellungen, aufblasbare Planetarien, Töpfersachen, Dingsbumse aus Filz und Horden von Fahrradfahrern. Normalerweise wäre hier jetzt gerade der Teufel los.

Aber diesmal ist tote Hose. Die Kulturelle Landpartie ist auf den Sommer verschoben. Endlich mal die Gelegenheit, diesen Sonntag als das wahrzunehmen, was er ist. Ein ganz komischer, ereignisloser Tag zwischen zwei Feiertagen: Himmelfahrt ist gerade rum. Pfingsten ist noch nicht da. Und weil die Feiertage so besonders wahrgenommen werden, ist dieser Sonntag noch ein bisschen unscheinbarer und öder als das ein x-beliebiger, normaler Sonntag irgendwann im Mai oder Juni wäre. Saure-Gurken-Sonntag sozusagen.

Wie gesagt: Wie kriegen das hier bei uns normalerweise gar nicht mit. Das geht unter in Halligalli, Fahrradtour und Bio-Brause. Es ist vielleicht mal die Gelegenheit, das Besondere dieses Sonntags wahrzunehmen. Das Sauregurkige sozusagen.

Denn auch im Neuen Testament ist an diesem Tag nichts los: Letzten Donnerstag haben die Jünger von Jesus Abschied genommen. Nächsten Sonntag wird auf sie der Heilige Geist herabfahren. Sie werden rausgehen und die Menschen begeistern. Heute passiert nichts von alledem. Kein Wort darüber, womit sich die Jünger an diesem Wochenende beschäftigt haben. Warum sie nicht schon losgelegt haben. Worauf sie eigentlich noch gewartet haben.

Wahrscheinlich haben sie in Jerusalem in irgendeinem Haus gesessen und nachgedacht. Und abgewartet. Oder sie wussten auch nicht so recht, was sie jetzt tun sollten. Vielleicht haben sie sogar die Zeit totgeschlagen und sind sich gegenseitig auf die Nerven gegangen. Was so passiert, wenn man zu viel aufeinander hockt.

Ich habe den Eindruck, ich fühle mich gerade den Jüngern an diesem Zwischensonntag sehr nahe. Corona, Corona, Corona. Alles, was Spaß machen würde, geht gerade nicht. Alles, was wichtig wäre, geht gerade auch nicht. Was man sich vor ein paar Wochen vorgenommen hat, das kann man jetzt wieder absagen. Was für den Herbst und den Winter geplant ist, das schiebe ich jetzt erst noch mal auf die lange Bank.

Wer weiß denn schon, was im September los sein wird. Oder gar im Dezember. So oft habe ich schon gehofft, wir hätten die Pandemie überwunden. Und dann kommt eine Virusmutante, dann passen die Leute nicht mehr auf, dann kommt kein Impfstoff an Land oder dann sinken die Zahlen überall, bloß bei uns nicht. Bei all meinen Prognosen und Vorausblicken im letzten Jahr habe ich falsch gelegen. Alles, was ich mir ausgerechnet habe, war falsch. Meine Lust, irgendwas vorauszuplanen, geht gegen Null.

Meinetwegen könnten wir uns alle die nächsten Monate vor den Fernseher setzen, uns aufs Sofa setzen, unter eine Decke kuscheln – und ihr könnt mich wecken, wenn es wieder weiter geht. Sauregurkenzeit. Nur leider habe ich mich an sauren Gurken inzwischen überfressen. Ich kann nicht mehr. Ich mag nicht mehr. Es nervt. Aber nicht mal das ändert was daran: Es ist, wie es ist. Da kannst du nichts machen.

Vor ein paar Wochen habe ich mit einer Kollegin gesprochen. Die sagte: „Ich habe den Eindruck, alles fällt in der Gemeinde gerade so in einen Dornröschenschlaf. Und ich, ich arbeite, aber es geht alles so langsam. Und es geht so schwer. Ich weiß gar nicht, wie das nachher wieder gehen soll, wenn ich wieder Vollgas geben muss. Ob ich das dann überhaupt noch kann?“

Und ich hatte mir noch gar keine Gedanken gemacht. Aber jetzt frage ich mich das auch. Kann ich nach Corona wieder Vollgas geben? Oder habe ich mich jetzt so eingedölmert. So viele Tage ohne richtige Menschen. Ohne Gruppen. Ohne dass du was Neues ausprobieren kannst. Werden wir nach Corona wieder die Alten sein? So lebendig und kontaktfreudig? So unternehmungslustig und lebensfroh? Oder haben wir uns festgesessen in unseren Wohnzimmern, Home-office-Büroecken? Werden die Chorleute noch zum Chor gehen und die Fußballleute wieder zum Training? Wird sich die Skatrunde wieder treffen und werden alle Freundschaften gehalten haben? Werden wir uns wieder in den Arm nehmen und uns die Hände schütteln? Oder haben wir uns das Ein oder Andere ein für allemal abgewöhnt?

Ich habe keine Ahnung. Eine ganze Reihe von fleißigen Kirchgängern bleiben im Augenblick zu Hause. Das ist ja vernünftig. Aber werden die im Herbst wiederkommen? Werden sich die Schülerinnen und Schüler wieder umstellen können auf Normalbetrieb und was ist mit dem Stoff, den sie verpasst haben. Was ist mit den Konfis, die kaum richtigen Konfer kennengelernt haben. Werden die überhaupt erfahren, was der Glaube in ihrem Leben bedeuten kann? Das Konfer Spaß machen kann?

Nächster Punkt: Ich habe es ja öfter schon erwähnt: Die Kirche wird in Zukunft ganz schön sparen müssen. Deshalb wird sich auch viel verändern. Eigentlich müssten wir gerade hellwach und super kreativ sein. Und nicht müde und mit angezogener Handbremse. Aber ich fürchte, das Gegenteil ist der Fall. Und jede gute Idee kommt gerade auf den Können-wir-ja-später-irgendwann-mal-ausprobieren-Stapel. Kein günstiger Augenblick dafür irgendwie. Aber auch ja nicht zu ändern. Eine müde, eine bleierne und frustrierende Sauregurkenzeit.

Und normalerweise in so einer Phase reagiere ich, wie wenn ich mit meinem Fahrrad auf einen Hügel zukomme: Ich gebe Gas, trete in die Pedale und versuche mit Schwung über den Hügel rüber zu kommen. Aber nach über einem Jahr ist der Hügel wohl zu lang. Der normale Schwung wird nicht reichen. Und es mit Gewalt zu versuchen, hat auch keinen Sinn.

Tatsächlich gucke ich gerade mehr Fernsehen als sonst. Und wenn ich morgens nirgendwo hin muss, weil auch gar nichts stattfindet, bleibe ich auch eine Stunde länger liegen. Von mir ist gerade nicht viel zu sehen. Wie von den Jüngern in dieser Zeit eben auch nicht. Ich reiße keine Bäume aus. Ich schone mich. Ich mache mich nicht kaputt mit Dingen, die ohnehin keinen Sinn ergeben. Aber ich gebe eben auch nicht auf.

Denn es ist in Ordnung, dass wir nicht jederzeit und auf Knopfdruck Höchstleistungen bringen. Im Predigttext zum Beispiel verspricht Jesus sehr viel: „Wer Durst hat, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Jesus spricht von Durst, der gestillt wird. Und von Wasser, das lebendig macht. Er spricht so in Israel, einem heißen und trockenen Land. Wo alles abseits der wenigen Flüsse uns Wasserstellen darbt und vertrocknet.

Deshalb glaube ich, dass Jesus bildhaft vom Leben selbst spricht. Wer Kraft und Sinn für sein Leben sucht, der kann das bei Jesus finden. Und wer sich auf Jesus einlässt, der kann diese Energie, diese Lebensfreude an andere weitergeben.

Und das funktioniert ja auch in manchen Gottesdiensten. In manchen Augenblicken, in denen wir in der Gemeinde zusammenkommen. Augenblicke, in denen ich getröstet werde oder aufgebaut oder fröhlich oder von einer merkwürdigen Kraft erfüllt. Manche erleben das auf Freizeiten oder auf dem Kirchentag. Oder wenn sie miteinander singen. Oder meinetwegen an Weihnachten in der Kirche, wenn der Baum erleuchtet ist und zweihundert Leute zusammen „O du fröhliche“ singen. Solche Momente.

Jesus erzählt das und seine Jünger verstehen ihn nicht. Sie spüren das nicht. Sie wissen vielleicht gar nicht wovon er da gerade redet. Denn die Zeit ist noch nicht reif. Der heilige Geist ist noch nicht da. Sie sind noch nicht bereit, ohne Jesus zu leben. Ich meine, ohne das Jesus körperlich mit ihnen zusammen ist. Sie müssen noch nicht auf eigenen Beinen stehen. Sie müssen noch nicht glauben, ohne zu sehen. Sie müssen noch nicht verstehen, ohne Jesus zu fragen. Sie können noch gucken und brauchen gar nicht alles zu glauben. Das alles wird erst später kommen. Nach Pfingsten.

Und heute an diesem Sonntag sind wir gerade in dieser Zwischenzeit. In der noch nicht viel los ist. In der die Jünger in der Luft hängen. Man sieht noch nicht viel von ihnen. Sie haben wahrscheinlich gerade auch nicht viel zu bieten. Wahrscheinlich haben sie sich gerade verkrochen. Aber das ist keine Katastrophe. Das ist sogar ganz in Ordnung. Vielleicht ist das sogar genau so nötig. Am Sonntag vor Pfingsten. Bevor es los geht. Bevor sie rausgehen, auf die Menschen zu. Ein Sonntag, bevor ihr Glaube anfängt, auszustrahlen und andere zu begeistern. Andere zu motivieren. Anderen Menschen Lebenskraft zu geben, wie eine sprudelnde Quelle in der Wüste.

Und ich glaube, solche Zeiten gibt es einfach heute auch und immer noch. Laue Zeiten, in denen wir nicht viel reißen können. Ruhige Zeiten, in denen nicht viel passiert. Corona oder nicht. Es gibt einfach Tage, die nicht so hell strahlen wie die anderen. An denen selbst der Geist Gottes mal Pause macht. Oder vielleicht im Stillen wirkt. Denn genau weiß man bei dem ja nie.

Und vielleicht schafft der ja auch gerade jetzt Großes bei Menschen, wo wir das gar nicht ahnen. Obwohl die Kirche gerade meistens so leer sind. Ist doch möglich, dass manche Menschen gerade gezielt im Internet nach Angeboten suchen von der Kirche. Worauf sie sonst nie gekommen wären. Oder dass sich Jugendliche vernetzen über die evangelische Jugend. Oder dass sich ein paar Leute ihre Bibel auf den Nachttisch gelegt haben und jeden Abend eine Seite aus dem Markusevangelium lesen.

Und es kann sein, dass viele tatsächlich gerade von allem weniger machen. Außer Sofa sitzen und Fernseh gucken. Aber wenn es wieder losgeht, dann sind sie mit Feuereifer dabei.

Denn passieren kann ja allerhand. Denn inzwischen ist der heilige Geist ja in die Welt gesandt. Unsichtbar, unvermutet, nicht zu fassen und nicht totzukriegen. Jesus hat es schließlich versprochen. Und die Jünger haben ja schließlich gezeigt, was der heilige Geist bewirken kann.

Aber das ist ja vielleicht auch schon der Stoff der Predigt von der nächsten Woche. Amen.

Orgel nach der Predigt

Fürbittengebet:

Lieber Gott. Manchmal fehlt meinem Glauben die Frische und die Kraft. Wenn mir alles zu viel wird. Wenn ich das Gefühl habe: Es ändert sich ja doch nichts. Wenn mir die Puste ausgeht. Dann, lieber Gott, erneuere mich mit deinem Geist. Stärke mich mit einer Hoffnung, die ich nicht aus mir selber holen muss, sondern die von dir kommt.

Lasst uns den Herrn anrufen: Herr, erbarme dich.

Manchmal fehlt uns die Zuversicht und die Lust und die Fröhlichkeit. So lange leben wir schon mit der Pandemie. Müssen uns einschränken, Pläne umstoßen, Pläne aufgeben. Schenke uns deinen Geist und ermögliche Gemeinschaft auch unter schwierigen Bedingungen, auch wenn wir so vieles nicht machen können, auch wenn wir so oft gezwungen sind, andere Wege zu gehen, als wir es eigentlich wollen.

Lasst uns den Herrn anrufen: Herr, erbarme dich.

In den Nachrichten immer die gleichen Bilder. Fliegende Raketen und zerstörte Häuser. Menschen, die mit Gewalt unterdrückt werden in ihrem Recht auf Freiheit und Gerechtigkeit. Menschen, die voller Wut und Hass sind, voller Zorn. Ganze Völker, die in Armut und Elend gelassen werden, obwohl diese Welt so reich ist. Eine Natur, die leidet, weil wir verschwenden und zerstören. Schicke uns deinen Geist, damit wir uns damit nicht abfinden und aber auch nicht daran verzweifeln. Nähre unsere Hoffnung und unsere Zuversicht, dass ein anderes Leben möglich ist. Voller Liebe und ohne Krieg, im Einklang mit der Schöpfung und mit dir, in der jeder an den anderen denkt und wo es kein oben und kein unten gibt.

Lasst uns den Herrn anrufen: Herr, erbarme dich.

Alle : Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Eine/r: Und nun geht hin im Frieden des Herrn!

Segen: Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei der gnädig. Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen.

Orgel zum Abschluss

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