Gottesdienst am Sonntag Lätare, am 14.3.2021, in Quickborn und Langendorf mit Lektorin Tamara Haaker

Begrüßung

Liebe Gemeinde!

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“

Gott hat ein Samenkorn in diese Welt gelegt: Jesus. Aus seinem Tod ist neues Leben gewachsen, neues Leben für die ganze Welt. Es lässt sich nicht mehr aufhalten, auch wenn der Augenschein manchmal dagegen spricht. Es ist da. Es wird sich durchsetzen. Mitten in der Passion ist dies Grund zur Freude.

Eine/r: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Alle: Amen.

Eine/r: Unsere Hilfe kommt von Gott, unserem Herrn, Alle: der Himmel und Erde gemacht hat.

Psalm 84 gemeinsam im Wechsel gelesen

Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott.

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela.

Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!

Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen.Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.

HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs!

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh an das Antlitz deines Gesalbten!

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend.

Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in den Zelten der Frevler.

Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild;

der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!

Alle sprechen: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Einer: Kyrie eleison.

Alle: Herr, erbarme dich.

Einer: Christe eleison.

Alle: Christe, erbarme dich.

Einer: Kyrie eleison.

Alle: Herr, erbarm dich über uns.

Eingangsgebet

Gott, du Quelle der Freude, du gibst dem Leben Zukunftund führst uns auf unserem Weg. Dein Sohn Jesus Christus ist das Weizenkorn, das für uns stirbt. Aus seinem Tod leben wir. Nimm uns mit auf seinem Weg. Hilf uns, die Körner des Glaubens zu verteilen mit Jesus Christus, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schafft in Ewigkeit. Alle: Amen

Lied JL 92

In der Stille angekommen, werd ich ruhig zum Gebet.

Große Worte sind nicht nötig, denn Gott weiß ja, wie’s mir geht.

In der Stille angekommen, leg ich meine Masken ab.

Und ich sage Gott ganz ehrlich, was ich auf dem Herzen hab.

In der Stille angekommen, schrei ich meine Angst heraus.

Was mich quält und mir den Mut nimmt, all das schütt ich vor Gott aus.

In der Stille angekommen, nehm ich dankbar, was er gibt.

Ich darf zu ihm „Vater“ sagen, weil er mich unendlich liebt.

Danken und loben, bitten und flehn, Zeit mit Gott verbringen.

Die Welt mit offnen Augen sehn. Reden, hören, fragen, verstehn.

Zeit mit Gott verbringen. Die Welt mit seinen Augen sehn.

Lesung / Predigttext: Das Evangelium für heute steht bei Johannes 12,20-24

und ist heute die Übersetzung aus der Volxbibel

Auf dem Passafest waren auch ein paar Griechen. Die kamen mit einer Anfrage bei Philippus (dem aus Betsaida, Galiläa) vorbei: „Mein Herr, wäre es möglich, dass Sie ein Treffen mit diesem Jesus organisieren könnten?“ Philippus besprach sich mit Andreas, dann gingen beide zu Jesus, um ihn direkt zu fragen. Jesus’ Antwort war: „Es ist sowieso Zeit, dass der Auserwählte Gottes bald groß rauskommen wird. Passt auf, was ich jetzt sage: Wenn man ein Korn von einer Weizenpflanze nicht in die Erde eingräbt und es damit tötet, dann kann daraus nichts Neues wachsen. In der Erde aber keimt es, und dann wächst da draus eine neue Pflanze, mit vielen neuen Körnern dran. Herr, segne unser Reden und Hören durch deinen Heiligen Geist.

Amen.

Das apostolische Glaubensbekenntnis:

Alle: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Lied EG 98

Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,

Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt.

Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:

Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,

Wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.

Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?

Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,

Unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn –

Hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:

Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

Predigt

Liebe Gemeinde! Die Tante wird bald sterben. Sie kann schon nicht mehr aufstehen, nicht mehr sprechen, nicht mehr schlucken. Niemand weiß, wann genau es soweit sein wird. Es kann auch sein, dass es noch Wochen dauertoder Monate. Aber eigentlich hat ihr Sterben schon lange begonnen. Schon seit Jahren weiß die Tante von ihrer Krankheit, einer tödlichen Krankheit. Sie hat versucht, so lange es ging, weiter zu leben. Sie hat sich dem schleichenden Tod nicht ergeben. Sie ist jeden Tag ein paar Kilometer gegangen und hat sich gesund ernährt. Sie hat nicht allzu viel an den Tod gedacht, sondern vom Leben mitgenommen, was sie nehmen konnte. Das hat ihr wahrscheinlich einige Zeit zusätzlich verschafft.

Manch anderer hätte sich mit dieser Diagnose gleich aufgegeben, nach dem Motto: “Wenn ich sowieso sterben muss, dann kann ich das auch jetzt gleich. Es hat ja doch keinen Sinn.”

Die Tante war anders. Sie hat sich gesagt: “Ich werde noch gebraucht, von meinem Mann, von meinen Enkelkindern, von Freunden.“ So hat sie lange am Leben festgehalten.

Aber jetzt kommen die Krisen häufiger. Sie muss immer wieder ins Krankenhaus. Jetzt stellt sich nach und nach die Frage: Wie kann ich am besten sterben, in Würde sterben?

In Würde leben – In Würde sterben”, so hieß die große Debatte im Bundestag über das Thema Sterbehilfe. Ganz klar: Dieses Thema geht alle an. Und weil es alle angeht, konnte man erleben, wie sich Grenzen auflösen. Parteigrenzen waren nicht mehr wichtig. Die Abgeordneten haben ganz auf sich gestellt argumentiert. Jeder Mensch hat ja seine persönliche Geschichte mit dem Tod und dem Sterben. Und deshalb haben die Menschen auch eine ganz persönliche Ansicht darüber, was ein Leben und ein Sterben in Würde ist.

Passend zur Debatte um Tod und Sterbehilfe hat der deutsche Ethikrat eine Schrift herausgegeben mit dem Titel „Hirntod und Entscheidung zur Organspende.”- Die 190 Seiten verdeutlichen: Leben und Tod stehen nicht nebeneinander, sondern sind ineinander verwoben. Sterben ist ein Prozess. Keiner kann so ganz genau sagen, wann das Leben vorbei ist und der Tod eintritt.

Was ist mit einem Menschen, der von außen betrachtet nicht mehr reagiert? Kann er nichts mehr empfinden und ist er schon tot, auch wenn sein Herz noch schlägt und sein Körper noch atmet? Was macht letztendlich einen lebendigen Menschen aus? – Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt.

Es gibt nur immer noch mehr Fragen: Auch in der Bibel: Im 1. Korintherbrief schreibt der Apostel Paulus: Ich sterbe täglich (1 Kor 15,31). Was meint er, wenn er das zu Lebzeiten von sich sagt?

Ein anderer Mann (aus unserer Zeit) berichtet, wie er seine Mutter beim Sterben begleitet hat: „Da hat es dann ihren Körper durchgeschüttelt, von den Beinen an nach oben hin und dann war es wie wenn man ein Hemd abstreift. Ihr Körper ist wie eine tote Hülle liegen geblieben und es war, als ob etwas aus ihr heraus gefahren wäre, das war wohl ihrer Seele.“ – Was erzählt der Mann mit diesem eindrücklichen Bericht über Tod und Leben?

Wenn wir mit dem Tod in Berührung kommen, lösen sich auch die Grenzen unserer Wahrnehmung auf. Wir sind auf unsicherem Boden – beim Übergang vom Wissen zum Glauben. Wir ahnen: Der Prozess, den wir Sterben nennen, ist nicht eindeutig umgrenzt. Mit dem Menschen kann es auch dann noch weitergehen, wenn das Herz nicht mehr schlägt. Es gibt eine Verwandlung.

Und darum geht es in unserem Evangelium. Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Jesus malt uns mit wenigen Worten ein Bild vom Tod. Er sagt: Das Weizenkorn fällt in die Erde. Scheinbar muss es sterben; aber als es sich auflöst in der Erde, verändert sich nur seine Gestalt. Das Korn lebt weiter. Es bildet den Halm. Neue Körner reifen heran. Das eine Korn kann viel Frucht bringen. Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein.

Jesus verwendet dieses Bild zunächst für sich selber. Die Szene spielt in Jerusalem. Jesus ist dort von vielen Menschen jubelnd begrüßt worden. Was er an Wundern getan hat,

ist in aller Munde. Es spricht sich herum. Da kommen einige Griechen, so heißt es, die wollen Jesus sehen. Aber es ist wohl schwer, an ihn heran zu kommen. Die Menschen, die ihn sehen wollen, kommen nicht zu Jesus durch.

Nur Philippus und Andreas erzählen von ihrem Anliegen. Aber Jesus wehrt ab. Er spürt, dass sein Sterben schon besiegelt ist, dass es schon begonnen hat. Jesus spürt, dass sein Leben sich bald verwandeln wird: Er wird nicht mehr als Mensch unter den Menschen sein. Die Begrenzungen, die ein Mensch hat, werden aufgehoben. Andere Menschen werden ihn nicht mehr sehen, sprechen und anfassen können. Er wird nicht mehr nur an einem Ort sein.

Aber dafür wird er für unzählige Menschen erreichbar sein. Er wird in ihnen leben und ihnen von seiner Kraft abgeben können und von seinem Trost. Menschen werden an Jesus glauben und ihn anbeten. Das wird ihr Leben verändern.Sie werden ihm auf neue Weise nahe sein.

Nicht mehr als Einzelne, die je für sich ihrem Heiland begegnen. Sondern als eine große Gemeinschaft von vielen Glaubenden. Die Glaubenden feiern miteinander Gottesdienst. Sie trösten sich gegenseitig, wenn einer traurig oder krank ist. Diese Menschen werden Jesus dienen, indem sie zu ihm beten als zu ihrem Gott. Einem Gott, der Mensch war und der ihnen hilft, Mensch zu sein.

Und Jesus sagt mit dem Bild vom Weizenkorn zugleich noch etwas anderes: Die Glaubenden werden wie die Körner sein an dem einen Halm. Sie werden so handeln, wie Jesus gehandelt hat. Sie werden ihm dienen, indem sie einander helfen. Indem sie die Kranken pflegen, die Gefangenen besuchen, den Hungernden zu Essen geben. Auch dadurch wird Jesus lebendig erfahrbar bleiben. Immer weiter. Auch dann, wenn er gestorben ist.

Beides ist wahr geworden. Jesus wurde verwandelt und Jesus ist da für uns bis heute. Es zeigt sich auch hier bei uns! Wir sind heute hier als Glaubende, die mit Jesus verbunden sind. Wir sind wie Körner an dem einen Halm, der sich hingab. Und es kann immer weiter geschehen. Auch wir geben etwas weiter von ihm. Die Verwandlung des Weizenkorns geschieht ganz selbstverständlich. Neue Körner wachsen aus der Erde auf und bringen ihre Frucht. Es setzt sich immer weiter fort.

In der Passionszeit ist Zeit für leise, für nachdenkliche Töne. Wir sehen auf Jesu Weg zum Kreuz. Wir versuchen, nicht nur immer um uns selbst zu kreisen. Damit sich unsere Gedanken um anderes drehen als nur um unser Gewicht, um unsere Gesundheit, um unser Glück und unsere Not. Wir überdenken unser eigenes Leben. und unsere Lebensgewohnheiten. Wir sehen auf das Wesentliche. Mit dem Bild vom Weizenkorn im Ohr können wir fragen: Was macht mein Leben aus? Worauf soll es hinauslaufen? Manchen Menschen ist es geschenkt, dass sie für andere ein Segen sind.

Die Tante zum Beispiel ist so ein Mensch. Sie war ihr Leben lang offenherzig und gütig. Sie hat anderen gern etwas geschenkt, als sie noch gesund war. Sie hat arme Kinder unterstützt. War für andere da. Sie war auch stark. Sie hat den Tod ihres Sohnes überwunden, ohne zu verbittern. Aber nun, am Lebensende, kann sie schwach sein, ohne zu verzweifeln. Hilfe annehmen und sich Fürsorge gefallen lassen. Wie wichtig ist auch das! Es ist keine leichte Übung: Sich tragen lassen in einer Gemeinschaft von anderen. Loslassen und das eigene Sorgen aus der Hand legen. Bis es dann Zeit ist, das Leben ganz loszulassen.

Und vielleicht empfinden die Angehörigen das dann so, wenn die Tante gestorben ist: Ihre Liebe, ihre Seele, ihr Geist, sie werden nicht einfach weg sein. Alles, was das Leben der Tante ausgemacht hat, ist nicht verloren. Es wird sie weiter begleiten und ihnen Kraft gegeben.

Wenn man ein Korn von einer Weizenpflanze nicht in die Erde eingräbt und es damit tötet, dann kann daraus nichts Neues wachsen. In der Erde aber keimt es, und dann wächst da draus eine neue Pflanze, mit vielen neuen Körnern dran. Leben und Tod. Beides klingt an im Evangelium. Beides hängt zusammen, untrennbar. Geheimnisvoll, wenn das vergehende Weizenkorn Frucht bringt. Aber genau das ist die Verheißung: Das Leben setzt sich durch.

Amen

Verfasser dieser Lesepredigt: Pfarrer Christoph Schmidt

Dazu passend, lese ich ihnen hier noch ein Gedicht von Gertrud Braun vor :

An einem Tag, so sonnig und schön,

da hab ich vom Fenster aus zugesehn,

wie ein Sämann ging durch geeggtes Land,

im Bogen warf er die Saat aus der Hand.

Die Körner, die eben noch waren gehalten

in enger Gemeinschaft und friedlicher Ruh,

die lagen zerstreut nun in Ritzen und Spalten

und dunkle Erde deckte sie zu.

Oft schau ich seitdem auf den Acker hinab

und denk an die Körner in ihrem Grab.

Was mag dort – von Menschen ungesehn –

im Dunkel der Erde nun vor sich gehn?

Da liegen sie nun – ein jedes allein –

wer hört es, wenn um Hilfe sie schrein?

Es ist so finster – die Erde so nah –

kein Bruder und keine Schwester mehr da!

Wie einsam muss doch ein Samenkorn werden,

lebendig begraben in dunkler Erden!

Da liegt es ganz still – es wehrt sich nicht,

ob es zurück sich sehnt ins Licht?

Ob es Hilfe erhofft in seiner Not,

ob es weiß, dass nun das Sterben ihm droht?

Ob es hadert mit der säenden Hand,

die es dahin warf auf das Land?

Ob es sich auflehnt gegen die Schollen,

die dunklen, die es erdrücken wollen?

Und wenn dann die Kräfte der Erde beginnen,

es zu zersetzen von außen und innen,

wenn Feuchtigkeit seine Hülle aufweicht

und Bangen es im Innern erschleicht,

wer hört es dann seufzen und jammern und klagen,

wem kann es seine Nöte dann sagen?

Wo ist nur der Sämann, der es gesät?

Weiß er denn, wie es dem Weizenkorn geht?

Wie kommt es, dass er sich nicht kümmert darum?

Das Körnlein ist doch sein Eigentum.

O, bange Fragen, wer kennt sie nicht,

wer weiß nicht um Stunden ohne Licht?

So einsam zu sein in Nacht und Not –

verlassen von Menschen, verlassen von Gott!

So oft ich zum dunklen Acker hinsah,

fühlt ich mich den sterbenden Körnlein so nah.

Und freu mich doch ihrer –

mit wachsender Freud –

nicht weil ich mich freue an ihrem Leid –

ach nein – ich freu mich – wie soll ich es nennen,

dass es Körner gibt, die sterben können;

denen kein Tod das Leben kann rauben,

weil sie den Keim in sich haben – den Glauben,

d e n Glauben, der nur im Dunkel erwacht,

der den Halm hindurch treibt durch die Nacht,

bis er in Christus im Lichte steht

und seinem Wachstum entgegengeht,

der wächst in Sonne und Regen und Wind,

in Sturm und Wetter – als Gottes Kind,

immer entgegen dem Reifeziel,

dem Halm, der die Ähre tragen will,

die Ähre voll Körner – ein jedes bereit,

sein Leben zu lassen, den Menschen zur Freud.

Als Brot den Hunger derer zu stillen,

die satt sollen werden nach Gottes Willen –

oder sich einsam und verlassen

als Saat in die Erde legen zu lassen.

Wie freut´ ich mich eines Tages zu sehn

den Acker in zartgrünem Schleier dastehn!

Und Gottes Friede, der höher ist als all unsere Vernunft bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Orgel nach der Predigt

Abkündigungen

Lied Jl 33: Etwas in mir, zeigt mir dass es Dich wirklich gibt.

Ich bin gewiss, dass Du lebst, mich kennst und mich liebst.

Du bringst mich zum Lachen, machst, dass mein Herz singt.

Du bringst zum Tanzen, meine Seele schwingt.

Ich atme auf in Deiner Gegenwart,

Herr, Du allein.

Gibst mir Freude, die von innen kommt.

Freude, die mir niemand nimmt.

Herr, Du machst mein Leben hell, mit dem Licht Deine Liebe.

Etwas in mir, zeigt mir dass es Dich wirklich gibt.

Fürbittengebet:

Gott des Friedens, wir danken dir für alles, was uns zum Leben gegeben ist: die Sonne und der Himmel, die Erde und das erste Grün, das tägliche Brot und das saubere Wasser, Schutz und Sicherheit, alle Mitmenschen.

Gott der Barmherzigkeit, wir bitten dich für alle, die es schwer haben in dieser Zeit: für die Müden und Mürben, die Zornigen und Verzweifelten, die Traurigen und Isolierten, die Überlasteten und Erschöpften. Lasst uns den Herrn anrufen:Herr, erbarme dich!

Gott der Stille, wir danken dir für alles, was unserer Seele hilft: die Momente des Innehaltens, das Geschenk der Gelassenheit, das trostreiche Wort, die überraschende Begegnung, die Musik. Lasst uns den Herrn anrufen:Herr, erbarme dich!

Gott der Zuversicht, Wir bitten dich für alle, die es schwer haben in dieser Zeit: die in großer Sorge sind um ihre Gesundheit, um ihren Beruf, um unsere Stadt, um unsere Zukunft. Lasst uns den Herrn anrufen:Herr, erbarme dich!

Gott der Freude, wir danken dir, dass du bei uns bist: mit deinem Wort, das uns ausrichtet, mit deinem Geist, der uns inspiriert, mit deiner Freundlichkeit, die uns freundlich sein lässt. Besonders danken wir dir, dass wir Gottesdienst feiern können zu einer Zeit, da so vieles unmöglich ist. Lasst uns den Herrn anrufen:Herr, erbarme dich!

Und wir bitten dich: Lass deinen Frieden, deine Barmherzigkeit, deine Stille, deine Zuversicht und deine Freude in uns wirksam werden. Heute und in der Woche, die jetzt beginnt. Amen

Gemeinsam beten wir mit den Worten, die wir von Jesus Christus gelernt haben:

Alle : Vater unser im Himmel geheiligt werde dein Name, dein Reich komme,dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Eine/r: Und nun geht hin im Frieden des Herrn!

Segen

Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der HERR hebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden. Alle: Amen.

Musik zum Abschluss gespielt von der Orgel

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