Worte zur Besinnung – EJZ am 21.03.2026
Pastorin Jeanette Kantuser, Dannenberg
Immer gibt es so vieles, an das man gleichzeitig denken muss. Immer gibt es so vieles, das gleichzeitig geplant oder abgearbeitet werden muss: die Termine für die Kinder, die Essensplanung, die neuen Schuhe. Die Termine für die betagten Eltern oder die Enkelkinder.
Und im Beruf gibt es auch lauter Herausforderungen gleichzeitig: unterschiedliche Projekte, die angeschoben werden müssen. Das neue Computerprogramm. Die Absprachen mit den Kollegen für den Dienstplan. Die neue Idee, über die noch nachgedacht werden soll.
Immer ist so viel gleichzeitig.
Manchmal wünsche ich mir, dass alles nacheinander stattfindet: Dass eine Sache zu Ende ist und erst dann eine neue Aufgabe anfängt. Alles schön der Reihe nach.
Jetzt ist Passionszeit: Die Erinnerung an Jesu Leiden und sein Sterben. Viele Menschen folgen dem Vorbild von Jesus und fasten in diesen Wochen, verzichten auf einen Genuss. Sie konfrontieren sich mit Grenzen im Leben, lassen sich auf Gedanken über Tod und Traurigkeit ein.
Und dann ist es zu Ende und Ostern kommt. Schön der Reihe nach.
Aber wir können uns ja nur deshalb auf die Passionszeit und freiwilligen Verzicht einlassen, weil wir jetzt schon wissen, dass es Ostern wird. Wir können uns auf Gedanken über Leid und Tod einlassen, weil es schon jetzt die Osterhoffnung gibt. Gleichzeitig!
Gott sei Dank gibt es die Hoffnung gleichzeitig zu allem anderen.
